Geologie

Ein ganz besonderer Geotop: die Mackenröder Spitze

Mackenrode liegt in einem nordsüdlich gestreckten, trogförmigen Tal, das sich wohl durch Auslaugung großer, unterlagernder Salzlagen gebildet hat. Tonhaltige Sandsteine aus dem Röt (rund 240 Millionen Jahre alt) stellen den Untergrund des Dorfes dar. Zu dieser Zeit lag unser Gebiet sehr viel weiter südlich, das Klima war mit dem in der heutigen Sahara-Wüste herrschendem vergleichbar. Die Sandsteine bildeten sich aus Verwitterungsschutt von einem noch weiter südlich gelegenen und längst abgetragenen Gebirge. 10 Millionen Jahre später war dieser Bereich von einem tropisch warmen, flachen Meer überflutet, in dem sich die Kalksteine bildeten, die heute den Untergrund des Göttinger Waldes darstellen. Dieser erhebt sich mit einer augenfälligen Steilstufe bis zu einer Höhe von 427,5 Metern westlich von Mackenrode. Auch der markante Hengstberg im Süden besteht aus Kalksteinen dieser so genannten Muschelkalkzeit.

Heute wirken die Röttone, die den Göttinger Wald unterlagern, als eine Art Gleitschicht, auf der immer wieder – dramatisch im regenreichen Sommer 1958 – ganze Pakete des Göttinger Waldes abbrechen und ins Rutschen kommen. Dieses aktive Bergrutschgebiet kann im Bereich der Mackenröder Spitze besichtigt werden.

Vielen Dank an den Autor Hans-Ulrich Pielow

Geographische Daten von Mackenrode und Mackenröder Spitze im Vergleich:
Mackenröder Spitze

Mackenrode
Höhe: 427,5 m über NN

Höhe: 269 m über NN
Geographische Lage:
Koordinaten: 51° 32' 13" N, 10° 3' 5" O

Geographische Lage:
Koordinaten: 51° 31' 48'' N, 10° 03' 52'' O

Weitere Informationen:


Gasthaus / Aussichtsturm Mackenröder Spitze

Ein auf der Mackenröder Spitze gelegenes gleichnamiges Gasthaus war ein beliebtes Ausflugslokal, das viele ältere Mackenröder und Göttinger noch kennen. An gleicher Stelle stand der Aussichtsturm Mackenröder Spitze. Früher standen Turm und Waldgaststätte direkt an der Mackenröder Spitze. Die Gaststätte wurde nach dem 2. Weltkrieg nicht weiter betrieben und abgerissen. Wegen der Errichtung eines Militärstützpunkts musste der Turm  in den 70er Jahren zu seinem heutigen Standort verlegt werden. Er steht nun knapp 400 m nördlich der Mackenröder Spitze bzw. etwa 1,6 km nordwestlich von Mackenrode auf rund 425 m Höhe. Leider ist vom heutigen Standort aus Mackenrode nicht mehr zu sehen; entsprechend nennt er sich nun Aussichtsturm Harzblick. Von seiner Aussichtsplattform kann man gute Fernsichtmöglichkeiten wahrnehmen: so blickt man in Richtung Nordosten zum Harz, in dem der Brocken zu erkennen ist, nach Osten zum Untereichsfeld mit dem Seeburger See, nach Südosten zum Ohmgebirge, in Richtung Süden vorbei an den Gleichen zum Hohen Meißner, nach Südwesten zum Kaufunger Wald, nach West-Südwesten zum Gaußturm auf dem Hohen Hagen im Dransfelder Stadtwald und nach Nordwesten zum Solling.


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